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Jahrgangspräsentation bei Nik Weis - dem Rieslingflüsterer

September 17, 2018 3 Min Lesezeit

Jahrgangspräsentation bei Nik Weis - dem Rieslingflüsterer

Bei bestem Spätsommerwetter, blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein waren wir am 16. September 2018 zur Präsentation des 2017er Jahrganges. 
Nik Weis stellte in seinem Weingut Nik Weis - St. Urbans-Hof sage und schreibe 18 seiner Weine aus der aktuellen Kollektion vor, hob die Vorzüge und Besonderheiten eines jeden einzelnen Weines hervor, streifte durch die Lagen und erzählte von jeder Traube (das Gefühl hatte ich dabei). Unheimlich interessant und kurzweilig war es, seinen Ausführungen zuzuhören und dabei seine Weine zu probieren, die, egal ob Gutswein, Ortswein, Große Lage, Großes Gewächs, Spätlese, Auslese oder Beerenauslese, alle in einer herausragenden Qualität dastanden. Man möchte meinen, das Nik aus jeder einzelnen Beere das beste herauskitzelt. Und es ist auch einfach nur ein Genuss seinen Erzählungen zu folgen. Diese Ruhe, die er dabei ausstrahlt und die in seiner Stimme liegt, finde ich faszinierend! 

Aber gehen wir mal die Weine durch:

  • Zum Einstieg gab es einen Champagner aus dem Hause Phillippe Gonet, den Roy Soleil, der als "Sonnenkönig" mit dem Wetter um die Wette gestrahlt hat. Ein Chardonnay Blanc de Blanc mit feiner Säure, schönen Reifenoten und wunderbar feinperligem Mousseux.

Trockene Weine/ weißes Etikett:

  • 2015 Pinot Noir: seidig und weich steigt einem bereits die volle Frucht in die Nase, sehr harmonisch mit viel Kirsche und einer klaren Würze, samtig anmutende Tannine machen den Wein zu einem geradlinigem Pinot Noir von der Mosel.
  • 2017 Weissburgunder: sehr duftig, floral und blumig aber dennoch elegant und komplex, mit einem breiten Aromenspektrum, feiner Säure und Würze... dieser Weissburgunder macht einfach Spaß und ich kann mir sehr gut vorstellen, das er so ziemlich jeden Weintrinker "abholen" kann.
  • 2017 Mosel Riesling: sehr feingliedrig, zarte Fruchtnase, leichte Säure und Mineralik, ein toller Einstiegsriesling in die Nik Weis Rieslingwelt.
  • 2017 Schiefer Riesling: getragen von einer salzig-rauchigen Schiefermineralik wirkt dieser Riesling dicht und komplex wie auch elegant und seidig. Gibt man ihm noch 2 Jährchen auf der Flasche, wird man nicht enttäuscht werden. Dieser Wein wächst noch.
  • 2017 Mehringer Alte Reben: einer meiner Lieblinge...sanft vom Holz geküsst, recht säurearm, hinterlässt dieser Tropfen ein seidig weiches, schmelzig rundes, feinmineralisches und kräuterwürziges Gefühl im Mund. Top!
  • 2017 Wiltinger Alte Reben: direkt aus der Steillage, feinherb und fruchtsüß, ein Gaumenschmeichler vor dem Herrn und wohlverdient auch der 1. Platz (für den 16er) beim Vinum Rieslingchampion (Kategorie feinherb und halbtrocken).
  • 2017 Saarfeilser GG: ein Wein, bei dem ich als erstes an einen kühlen Bachlauf dachte, so klar und frisch, mit dieser schönen Gelbfrucht gemixt und einer spannenden, mineralischen Würze obendrauf. Klasse GG!
  • 2017 Bockstein GG: tolles Frucht/Säurespiel, sehr vielschichtig und aromatisch, stoffig und konzentriert.
  • 2017 Layet GG: als 1971 die Lagenreform kam, wurde diese kleine Lage förmlich mit verschluckt. Diese wurde jetzt wieder zum Leben erweckt und ist eine Parzelle im Mehringer. Wäre auch ein Unding gewesen, diesen Wein verborgen zu lassen. Für mich fällt er unter die Rubrik "Masterclass", unheimlich zupackend und frisch, ein gelungenes Spiel zwischen Säure und Frucht, total ausgeglichen und ausdrucksstark mit einer feinen, filigranen Würze im Hintergrund und einer dezenten Salznote. Exzellent!  
  • 2017 Laurentiuslay GG: der würzigste unter den GGs, die leichte Pfeffernote hat mich fasziniert. Ein strukturierter Wein mit feiner Mineralik.
Fruchtsüße Weine/ schwarzes Etikett:
  • 2017 Saar Riesling: sehr Gelbfruchtig und leicht exotisch, schmelzig cremig, bleibt lange am Gaumen und macht richtig Spaß.
  • 2017 Saarfeilser Kabinett: würzig exotisch, viel Grapefruit-Aroma, dennoch leicht erdig und mineralisch, feine Holznote.
  • 2017 Goldtröpfchen Kabinett: aus der historischen Lage schlechthin und noch mit wurzelechten Reben, leichte Cassis- und Passionsfruchtnoten, ein Tropfen mit Tiefgang und Passion.
  • 2017 Bockstein Spätlese: Blumig, duftig, viel Stachelbeere und weißer Pfirsich, sehr aromenreich mit einer fast schon salzigen Mineralik, die dem Wein aber unheimlich viel Finesse und Eleganz verleiht und wunderbar mit der lieblichen Fruchtsüße harmoniert. Ein kleiner geschliffener Diamant.
  • 2017 Layet Spätlese: Ein weiterer geschliffener Diamant aus dem Hause Weis. Leichtfüßig mit gerade mal 7,5 % auf der Uhr, floral und duftig, mit Tiefe und Eleganz, sehr feingliedrig und unbeschwert. Das ist fast schon ein Tanz in den Sonnenuntergang. Großartig!
  • 2017 Bockstein Auslese: intensive, rassige und opulente Frucht, würzig und balanciert, schöne Honignote, Spuren von Botrytis im Aroma und zart blütenduftig, unheimlich herzhaft und lange am Gaumen. Tolles Reifepotenzial!
  • 2017 Lautentiuslay Auslese: würzig rauchige Nase, viel Exotik, Citrus, Grapefruit, wirkt frisch, auch hier leichte Botrytisnoten.
  • 2017 Goldtröpfchen Auslese Goldkapsel: es geht mit noch mehr Restzucker, dennoch wirkt dieser Wein klar und kristallig, viel Apfel und Pfirsich, saftig und dicht, konzentriert und füllig.
  • 2017 Layet Beerenauslese: ENDSTUFE!!!! Volle Frucht, leicht würzig, kräftig und fast schon likörartig, der geht runter wie Öl, samtig, seidig, warm und weich...sensationell und brillant!

Es war ein traumhaft schöner Nachmittag bei Euch, liebe Dani, lieber Nik, und wir bedanken uns für die grandiose Vorstellung Eurer Weine und die leckere Vesper im Anschluss. Besser hätte ein Sonntagnachmittag nicht ausfallen können.

Chapeau 

Monika und Mario


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